Pfadi allgemein

Was ist Pfadi eigentlich genau? Diese Frage stellt sich wohl mancheine Person, welche einem wilden Haufen Pfadfinder über den Weg läuft. Die Geschichte der Pfadi, die Werte, die sie vertritt und lebt und häufige Traditionen in Schweizer Pfadfinderabteilungen werden hier kurz vorgestellt.

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Geschichtliches und Werte

Die Pfadi ist eine weltweite Jugendorganisation. Mit über 40 Millionen Mitgliedern ist sie sogar die grösste der Welt. Sir Lord Robert Stephenson Smyth Baden-Powell of Gillwell, kurz „Bipi“, hielt 1907 auf Brown Island in England das erste offizielle Pfadilager ab. Dieses Jahr gilt seither als das Gründungsjahr der internationalen Pfadibewegung.

Die Idee, die Bipi mit der Pfadi umsetzen wollte, war, dass Kinder und Jugendliche aus ihrem Zuhause raus in die Natur gehen und dort gemeinsam lernen können. Spielerisch sollten ältere, erfahrene Jugendliche jüngere Kinder Techniken lehren, um in und mit der Natur in einer Gemeinschaft zusammenzuleben. Die Werte, die dabei zentral waren, waren das Lernen mit- und voneinander, Tugendhaftigkeit, Ehrlichkeit und Einsatzbereitschaft in jedem Bereich, in dem Hilfe geleistet werden konnte. Auch wenn sich einzelne Traditionen und die Organisation von Pfadi in den verschiedenen Ländern der Welt teilweise stark unterscheiden, blieben diese solidarischen Grundgedanken doch überall die gleichen.

Pfadi in der Schweiz

In der Schweiz schlossen sich 1987 die beiden Dachverbände der Mädchen- und Jungs-Pfadi zur heutigen, gemischten „Pfadibewegung Schweiz“ zusammen. In den Kantonen organisieren sich die Pfadiabteilungen jeweils zusätzlich in Kantonalverbänden. Im Kanton Solothurn ist dies die PKS, „Pfadi Kanton Solothurn“.

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Logos der Pfadibewegung Schweiz und der Pfadi Kanton Solothurn

Heute ist das schweizerische Pfadiprogramm grundsätzlich auf die „5 Beziehungen“ und die „7 Methoden“ gestützt, welche das pädagogische Konzept der Ganzheitlichkeit in der Pfadi beschreiben:

Die 5 Beziehungen

Beziehung zur Persönlichkeit Die Beziehung zur Persönlichkeit: selbstbewusst und selbstkritisch sein

Beziehung zum Körper Die Beziehung zum Körper: sich annehmen und sich ausdrücken

Beziehung zu den Mitmenschen Beziehung zu den Mitmenschen: anderen frei begegnen und sie respektieren

Beziehung zur Welt Die Beziehung zur Welt: kreativ sein und umweltbewusst handeln

Beziehung zu Gott spirituelle Beziehung Die Beziehung zur Spiritualität / zu Gott: offen sein und nachdenken

(Quelle: www.scout.ch, https://www.scout.ch/de/das-ist-pfadi/paedagogisches/unsere-grundlagen)

Die 7 Methoden

Persönlicher Fortschritt Persönlichen Fortschritt fördern: z.B. sich ein Fähigkeits-Abzeichen verdienen

Gesetz und Versprechen Gestz und Versprechen: z.B. feierlich das Pfadi-Versprechen ablegen

Leben in der Gruppe Leben in der Gruppe: z.B. im Pfadilager zwei Wochen lang zusammenleben

Rituale und Traditionen Rituale und Traditionen: z.B. sich beim Begrüssen die linke Hand geben

Mitbestimmen und Verantwortung tragen Mitbestimmen und Verantwortung tragen: z.B. gemeinsam die Lagerregeln erarbeiten

Draussen leben Draussen leben: z.B. ums Lagerfeuer sitzen und die Sterne beobachten

Spielen Spielen: z.B. beim Geländespiel so richtig Dampf ablassen

(Quelle: www.scout.ch, https://www.scout.ch/de/das-ist-pfadi/paedagogisches/unsere-grundlagen)

Bist Du neugierig geworden und möchtest gerne selbst erleben, was Pfadi ist? Dann melde dich gleich bei uns und erhalte alle nötigen Informationen zu deiner Altersstufe in der Pfadi. An der nächsten Aktivität kannst du gerne einmal reinschnuppern! 🙂

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