{"id":704,"date":"2014-08-02T23:43:57","date_gmt":"2014-08-02T21:43:57","guid":{"rendered":"http:\/\/pfadiwangen.ch\/wordpress\/?page_id=704"},"modified":"2023-09-28T14:51:22","modified_gmt":"2023-09-28T12:51:22","slug":"traditionen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/pfadiwangen.ch\/wordpress\/was-ist-pfadi\/traditionen\/","title":{"rendered":"Traditionen in der Pfadi"},"content":{"rendered":"<h5><strong>Die Linke Hand<\/strong><\/h5>\n<p>In der Pfadi wird zur Begr\u00fcssung immer die Linke Hand gereicht. F\u00fcr diese Tradition gibt es verschiedene Erkl\u00e4rungen. Die gel\u00e4ufigste Erkl\u00e4rung ist aber die von Bipi: Er f\u00fchrte das Gr\u00fcssen mit der linken Hand als Zeichen des Vertrauens und der Freundschaft ein. Die linke Hand w\u00e4hlte er dabei, weil diese n\u00e4her beim Herzen liegt.<\/p>\n<h5><strong>Die Lilie und das Kleeblatt<\/strong><\/h5>\n<p>Die Lilie ist das Weltweite Symbol der m\u00e4nnlichen Pfadfinder,das Kleeblatt das der weiblichen.<br \/>\nWie beim Pfadigruss durch die drei gestreckten Finger werden bei Lilie und Kleeblatt durch die drei Bl\u00e4tter die Suche nach Sinn und Ziel des Lebens, die Verantwortung gegen\u00fcber den Mitmenschen und eine stetige Auseinandersetzung mit sich selbst versinnbildlicht.<\/p>\n<h5><strong>Die Begr\u00fcssung<\/strong><\/h5>\n<p>Am Anfang einer Aktivit\u00e4t oder eines Lagers starten die Leiter die traditionelle Begr\u00fcssung. Diese Symbolisiert den Anfang\/das Ende eines Lagers, bzw. einer Nachmittagsaktivit\u00e4t.<\/p>\n<p>Vor der Begr\u00fcssung\/der Verabschiedung\u00a0 sammeln sich alle in einem Kreis, hier werden auch oft wichtige Dinge gekl\u00e4rt, z.B das Verteilen der Fundgegenst\u00e4nde nach einem Lager oder das einsammeln der Notfallbl\u00e4tter vor dem Lager.<\/p>\n<p><strong>In der Pfadi- und der Pio-Stufe<\/strong> kennt mann 2 Arten der Begr\u00fcssung\/Verabschiedung:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Das Fli Fly Flo<\/strong>:\u00a0 Alle Beteiligten befinden sich in einer Art Hocke. 2 Leiter in der Mitte singen einen sogenannten Ruf vor, die andern im Kreis singen genau das gleiche nach. Dabei wird ein Takt durch das Schlagen mit 2 H\u00e4nden auf einen Oberschenkel vorgegeben.<\/li>\n<li><strong>Das Tschieiei: <\/strong>Alle Beteiligten stehen in einem Kreis. Jeder legt seinem linken und rechten Nachbarn die Arme um die Schultern und legt seinen rechten Fuss \u00fcber den linken des Nachbarn, dann wird hin und her &#8222;geschunkelt&#8220; und das Tschieiei gesungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Bei der Wolfsstufe<\/strong> stellen sich die Leiter in einer Reihe auf, die Kinder tun dasselbe auf der gegen\u00fcberliegenden Seite.<\/p>\n<p>Ein Leiter f\u00e4ngt an und ruft laut &#8222;W\u00f6uf!&#8220; die Kinder antworten &#8222;Jauull!&#8220; Dies wird solange wiederholt bis jeder Leiter einmal &#8222;W\u00f6uf!&#8220; gerufen hat und von den Kindern Antwort erhalten hat. Wenn alle durch sind Rufen alle Leiter zusammen &#8222;Euses&#8230;&#8220; und die Kinder Antworten &#8222;&#8230;Bescht!&#8220;. Die Kinder kommen bei den Leitern vorbei und sagen Hallo, mit der linken Hand.<\/p>\n<h5><strong>Das Pfadihemd<\/strong><\/h5>\n<p>Das Pfadihemd wird auf der ganzen Welt getragen und gilt als Verbindung und Kennzeichen untereinander.<\/p>\n<p>Dieses Pfadihemd stammt auch noch aus Bipis Offizierszeiten in Afrika. Das Pfadihemd ist einfach und zweckm\u00e4ssig und unterschied sich haupts\u00e4chlich durch den Kragen von den Uniformen der Armee. Die Idee der einheitlichen Kleidung unter Pfadfindern war aber nicht nur dass das Pfadihemd praktisch und sehr strapazierf\u00e4hig ist, sondern sie hatte auch ideelle Gr\u00fcnde. Wer ein Pfadihemd tr\u00e4gt ist ein Pfadfinder, da spielt es keine Roller woher man kommt, was f\u00fcr eine Religion man hat oder ob jemand reich oder arm ist.<\/p>\n<p>Hier bei uns in der Schweiz gibt es je nach Alter und Stufe unterschiedliche Hemdfarben. Auf den vier verschiedenen Hemden, die man in seiner Pfadikarierre tr\u00e4gt, n\u00e4ht man Abzeichen auf, beispielsweise von Pr\u00fcfungen, und verewigt auf der R\u00fcckseite jedes Lager durch einen speziellen Lagerdruck. Die Hemden werden oft unter Geschwistern, Verwanten etc. weitergegeben. Viele Behalten ihre Hemden auch so lange bis sie eifach zu klein sind, dann wird eine neue in der richtigen Farbe angeschafft.<\/p>\n<p><strong>Die 4 Farben der Hemden:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die W\u00f6lfe (7 &#8211; 11 Jahre) tragen t\u00fcrkisfarbene Hemden,<\/li>\n<li>die Pfadis (12 &#8211; 15 Jahre) traditionelle khakifarbene Hemden,<\/li>\n<li>die Pios (16 &#8211; 18 Jahre) ein rotes<\/li>\n<li>und die Rover (ab 18 Jahren) ein gr\u00fcnes.<\/li>\n<\/ul>\n<h5><strong>Das Foulard (Pfadikravatte)<\/strong><\/h5>\n<p>Die Pfadikravatte stammt noch aus den Zeiten in denen Bipi in Afrika war. Sie diente urspr\u00fcnglich nicht als Versch\u00f6nerung sondern ganz einfach um den Nacken vor der Sonne zu sch\u00fctzen. Sie kann aber auch bei Verletzungen als Verband genutzt werden.<\/p>\n<p>Heute dient die Kravatte vorallem als Erkennungszeichen untereinander. Jede Abteilung in der Schweiz und der ganzen Welt hat unterschiedliche Farben und Muster auf ihrer Kravatte, so erkennt man sich untereinander als dieselbe Abteilung und in der restlichen Welt als Pfadfinder.<\/p>\n<h5><strong>Der Pfadiname<\/strong><\/h5>\n<p>Jedes Mitglied der Pfadibewegung tr\u00e4gt bei uns einen eigenen Pfadinamen. Wenn sich zwei Pfadis begegnen, sprechen sie sich normalerweise mit diesem \u00dcbernamen an. Nicht in allen L\u00e4ndern brauchen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Umgang miteinander solche Pfadinamen. In der Schweiz ist die Verleihung eines individuellen \u00dcbernamens jedoch zu einer Tradition geworden. Die sogenannte Pfaditaufe signalisiert den heranwachsenden Jugendlichen, dass sie in der bestehenden Gruppe aufgenommen worden sind und ihren Platz in dieser gefunden haben. Die Kinder und Jugendlichen tragen den erhaltenen Pfadinamen w\u00e4hrend ihrer gesamten Zeit bei der Pfadi und werden durch diesen auch ein St\u00fcck weit gepr\u00e4gt. Deswegen ist bei der Auswahl eines passenden Namens viel Fingerspitzengef\u00fchl gefragt. Die Bezeichnungen sollen schliesslich m\u00f6glichst einzigartig sein und positive Eigenschaften oder besondere F\u00e4higkeiten der Kinder und Jugendlichen zum Ausdruck bringen.<\/p>\n<h5><strong>Der Pfadi-\/Wolfsgruss<\/strong><\/h5>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-701\" src=\"https:\/\/pfadiwangen.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/pfadigruss.jpg\" alt=\"pfadigruss\" width=\"254\" height=\"272\" \/>Der Pfadigruss ist eine international verbreitete Tradition, welche auch heute noch teilweise verwendet wird, wenn sich zwei Pfadis begr\u00fcssen. Beim Pfadigruss strecken Pfadfinderinnen und Pfadfinder die mittleren drei Finger der rechten Hand in die H\u00f6he und legen den Daumen \u00fcber den kleinen Finger. Viele Mitglieder der Pfadibewegung wissen heute nicht mehr, was dies eigentlich bedeutet. Die Bedeutung des Handzeichens geht \u00fcber hundert Jahre zur\u00fcck. Am ehesten noch weiss man, dass der Daumen \u00fcber dem kleinen Finger den Schutz des Schw\u00e4cheren durch den St\u00e4rkeren symbolisiert. Schwieriger wird es mit den drei mittleren Fingern.<br \/>\nDiese symbolisierten urspr\u00fcnglich die drei Pflichten, welche in Grossbritannien zur Gr\u00fcndungszeit die Basis des Pfadiversprechens bildeten: Die Pflicht gegen\u00fcber Gott und K\u00f6nig, die Pflicht zur Hilfe gegen\u00fcber seinen Mitmenschen und die Pflicht gegen\u00fcber dem Pfadigesetz. Heute versinnbildlichen diese drei Finger die Suche nach Sinn und Ziel des Lebens, die Verantwortung gegen\u00fcber den Mitmenschen und eine stetige Auseinandersetzung mit sich selbst.<\/p>\n<p>Weit einfacher zu erkl\u00e4ren ist der Wolfsgruss, welchen die j\u00fcngeren Mitglieder der Pfadibewegung gebrauchen. Zeigefinger und Mittelfinger werden dabei hochgehalten und stehen f\u00fcr die Wolfsohren. Der Daumen, der sich \u00fcber Ringfinger und kleinen Finger legt, symbolisiert wiederum den St\u00e4rkeren, welcher die schw\u00e4cheren Mitglieder sch\u00fctzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Linke Hand In der Pfadi wird zur Begr\u00fcssung immer die Linke Hand gereicht. F\u00fcr diese Tradition gibt es verschiedene Erkl\u00e4rungen. Die gel\u00e4ufigste Erkl\u00e4rung ist aber die von Bipi: Er f\u00fchrte das Gr\u00fcssen mit der linken Hand als Zeichen des Vertrauens und der Freundschaft ein. 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